Auch wenn ich selber kein Fan von Kalorien zählen bin, so komme ich in meinem Alltag als Personaltrainerin nicht wirklich drum herum. Und wenn ich selber mal wieder zwei, drei Kilo abspecken möchte, dann fahre ich mit dem Kalorien zählen einfach am besten. Dies sollte jedoch nicht der Dauerzustand sein, sondern wirklich nur über einen gewissen Zeitraum. In solchen Phasen bin ich stets auf der Suche nach gesunden, sättigenden und kalorienarmen Alternativen. Als mir eine gute Freundin (Danke Voori a der Stell 🙂 ) dann von Shirataki Nudeln erzählte und meinte, dass die praktisch keine Kalorien haben, dachte ich erst sie macht Witze. Ich meine, echt jetzt? Das würde ja heissen, ich kann jeden Tag Pasta essen! Da fängt die Sizilianerin in mir gleich an zu tanzen.

Shirataki Nudeln: Pasta die schlank macht

Im Internet habe ich dann ein wenig recherchiert und war verblüfft, dass ich noch nie davon gehört habe. Denn in den Staaten werden die leckeren, fast kalorienfreien Konjaknudeln schon seit einiger Zeit als “Miracle Noodles” gefeiert. Doch was ist dran an dem Hype? Sind diese Nudeln ein neues Abnehmwunder? Sind sie überhaupt gesund? Und vor allem: Schmecken sie?

Woraus bestehen Konjak Nudeln überhaupt?

Wenn es um Begriffe wie Superfood oder in diesem Falle “Miracle Noodles” geht, solltet ihr etwas skeptisch sein. Denn es handelt sich hierbei lediglich um Marketingbegriffe die gerade total Inn sind. Deshalb habe ich mich im Netzt mal etwas schlau gemacht. Hier übrigens ein sehr aufschlussreicher Galileo Bericht dazu.

Shirataki Nudeln oder auch Konjak Nudeln genannt, sind lange, fast durchsichtige Nudeln, die aus Wasser und Glucomannan bestehen. Glucomannan ist ein Ballaststoff, der aus der Knolle der Teufelszunge gewonnen wird. Ca. 3% besteht aus Glucomannan, der Rest ist Wasser. “Kalorienfrei” sind sie zwar nicht, aber sie enthalten nur sehr wenige Kalorien. Weil sie keine für den Körper verwertbaren Kohlenhydrate enthalten, werden sie als “Nudeln ohne Kohlenhydrate” oder eben “Miracle Noodles” vermarktet.

Hier eine kleine Übersicht der Nährwerte:

Nährwerte Shirataki Nudeln

Wo sind Shirataki Nudeln erhältlich?

Meine Nudeln habe ich auf Empfehlung bei Migros gekauft. Es gibt sie aber mittlerweile in fast jedem grösseren Detailhandel und natürlich in fast allen Asia Shops. Neben den Nudeln gibt’s bereits Shirataki Reis, Fettuccine, Spaghetti oder sogar Lasagne Teigblätter. Ich bin gespannt, was die Konjakmehl Industrie als nächstes produziert.

Und? Wie schmeckt’s?

Geschmack haben die Konjak Nudeln ungefähr so viel, wie sie Kalorien haben, praktisch null. Dies hat den Vorteil, dass man sie wie Reis oder Quinoa, für fast alle Gerichte als Beilage verwenden kann. Man braucht dafür lediglich etwas Phantasie und gute Gewürze. Mein Gericht ist ziemlich simple und schnell zubereitet:

Das Fleisch in kleine Stücke schneiden und in der Pfanne mit etwas Kokosfett anbraten. Die klein gehackten Peperoni einfach in die Bratpfanne dazugeben. Danach, die gut abgewaschenen und abgetrockneten Nudeln dazu mischen und beliebig würzen. Wer’s mag, kann noch etwas Sojasauce dazugeben. That’s it! Fertig ist das leckere Nudelgericht. Ich musste allerdings zwei, drei Mal nachwürzen, denn “Oh my…” die Shirataki Nudeln können schon ordentlich Geschmack vertragen.

Mein Fazit

Die Konsistenz ist nach wie vor etwas “komisch und glitschig”. Ich finde keine passendere Bezeichnung dafür. Man muss sie einfach selber probiert haben um das zu beurteilen. Dennoch bin ich ziemlich Fan von dieser Nudel. Auch wenn sie lange nicht an die Pasta meiner Nonna rankommt (Gut da kommt niemand ran), so muss ich doch zugeben, dass ich diese schlabbrigen, seltsam aussehenden Nudeln doch irgendwie ganz lecker finde. Und das Beste: Ich kann mich wortwörtlich vollfressen und habe dennoch fast nichts gegessen. This is f***ing crazy!

Die Shirataki Nudeln sättigen auch ganz gut, jedoch bemerkte ich im anschliessenden Training schon, dass mir etwas Energie fehlte. Schlussendlich habe ich ja auch hauptsächlich nur Wasser „gegessen“. Daher werde ich meine kalorienarmen Nudel Menüs wohl eher auf den Abend verschieben. Da brauche ich nicht mehr so viel Energie.

Ich bin gespannt wie euch die Nudeln schmecken.

Xoxo Alessandra

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